Cash - Und ewig rauschen die Gelder - AD Theater-AG

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Vergangene Spielzeiten > Spielzeit 2004 / 2005
– Cash –
Und ewig rauschen die Gelder
Farce von Michael Cooney

„Wenn es nicht für jeden einzelnen Fall medizinische und amtliche Bescheinigungen gäbe,
würde man annehmen können, es wäre ’was faul an der Sache.“
 
Eric Swan brachte es nicht übers Herz, seiner Frau Linda zu gestehen, dass er vor zwei Jahren seine Anstellung bei den Stadtwerken verloren hatte. Der wöchentliche Scheck vom Sozialamt für seinen gerade nach Kanada ausgewanderten früheren Untermieter Rupert Thompson war die finanzielle Rettung und gleichzeitig der Anfang einer zweiten Karriere als Virtuose auf der Klaviatur der großzügigen britischen Sozialverwaltung.
 
Während Linda glaubt, er würde jeden Morgen wie sie zur Arbeit gehen, löst Eric eine Lawine staatlicher Hilfsbereitschaft aus, indem er zusätzlich zu seinem neuen Untermieter noch Dutzende weiterer hilfsbedürftiger Hausbewohner erfindet und das soziale Netz zum Trampolin für ungeahnte finanzielle Höhenflüge macht. Er beantragt und erhält Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente, Schlechtwetter-, Kranken-, Wohn- und Kindergeld, sogar die Schulmilch lässt er nicht aus...
 
Als dann eines Tages ein Außenprüfer des Sozialamtes vor der Tür steht, glaubt Eric, den Mann mit einer kleinen Notlüge schnell wieder vor die Tür setzen zu können. Doch Mr. Jenkins scheint hartnäckiger zu sein, als Eric angenommen hat. Untermieter Norman Basset ist ihm da nur eine kleine Hilfe, und als Linda überraschend mit weiterem Besuch nach Hause kommt, ist das Chaos perfekt.
---
"Cash - Und ewig rauschen die Gelder" ist das erste Werk des britischen Autors Michael Cooney. Die Komödie wurde im September 1996 am Whitehall Theatre in London uraufgeführt. Die Deutsche Erstaufführung fand im Dezember 1996 an der "Kleine Komödie Wien" statt. Jüngst arbeitet Michael Conney, Sohn des Boulevardautors Ray Cooney, am Drehbuch des Thrillers "Identität" mit, der im letzten Jahr in den deutschen Kinos zu sehen war.

Eric Swan
       Angestellter bei den Stadtwerken
Boris W.
Linda Swan
       seine Frau
Joanna K.
Norman Basset
       deren Untermieter, Schuhverkäufer
Martin G.
Mr. Jenkins
       Außenprüfer des Sozialamtes
Maximilian S.
Uncle George
       Angestellter im Krankenhaus
Filip K.
Sally Chessington
       Sozialarbeiterin
Catrin N.
Dr. Chapman
       Eheberaterin
Niko H.
Mr. Forbright
       Bestattungsunternehmer
Patrik M. a.G.
Mrs. Cowper
       Inspekteurin des Sozialamtes
Dorothea C.
Brenda Dixon
       Normans Verlobte
Anna B.
                                                    Backstage
Übersetzung
Paul Overhoff
Aufführungsrechte bei
VVB, Norderstedt
Eine Produktion des
Literaturkurs 13
Kursleitung
Thomas Mehl

– Cash – Und ewig rauschen die Gelder
 
 
Hallo? Welche Abteilung? ...
Sozialhilfe? Sehr gut.
Mein Name ist Eric Swan.
Ich rufe an wegen meines Untermieters Norman Basset ...
Ja, „Norman“ wie der Eroberer ...
Und „Basset“ wie dieser Hund ...
Ja. Ich glaube, Norman hat Arbeitslosenunterstützung und
Wiedereingliederungshilfe bekommen, ist das richtig?
Ja, das dachte ich mir.
Ich rufe nur an, um Ihnen mitzuteilen,
dass Sie Norman diese Woche keinen Scheck mehr zu schicken
 brauchen, auch für die kommenden Wochen nicht mehr...
Nein! Nein, Norman hat keine Arbeit gefunden.
Er ist heute morgen gestorben ...
Ja, es war für uns alle ein entsetzlicher Schock ...
Deshalb rufe ich ja an ...
Nein, Norman ist eines natürlichen Todes gestorben ...
Was steht ihm zu?
Bestattungsbeihilfe?
 (Gero von Wilpert, Sachwörterbuch der Literatur. Stuttgart: Kröner 1989)
Michael Cooney

Michael Cooney ist 1966 in London geboren und dort auch aufgewachsen. Aber wie geht man damit um, einen berühmten und erfolgreichen Schriftsteller-Vater zu haben? Michael Cooney ist einfach selbst erfolgreicher Autor von Fernseh-Drehbüchern, Kinderbüchern und Schauspielen geworden. Seine Farce "Und ewig rauschen die Gelder" ("Cash on Delivery") zeigt, wie perfekt und pointengenau Michael Cooney die Tastatur der Boulevardkomödie beherrscht.
Sein Vater, Ray Cooney, ist ein bekannter britischer Schauspieler, Regisseur und Autor, seine Mutter ist Artistin und Schauspielerin. Michael Cooney studierte am Lee Strasberg Theater-Institut in New York. Er schrieb 17 Drehbücher und führte nicht nur bei drei seiner eigenen Stücke "Point of Death", "Cash On Delivery" und "The Dark Side" Regie. Auch zwei Kinderbücher (George the Germ und Fantastic Adventures in the Land of Whishful Thingking) hat er geschrieben. In England gilt Cooney bereits als große Entdeckung - bei seinen dramatischen Fähigkeiten kein Wunder! Heute lebt er in Los Angeles. 



 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü